Zucht
1. Zucht bedeutet...
- sich aktiv für die Gesunderhaltung der Rennmaus einzusetzen
- positive Charakterzüge, Merkmale und Farbschläge zu verbessern
- mit Engagement auf das/die gesetze/n Zuchtziel/e hinzuarbeiten
Zucht setzt also nicht nur die Kenntnis der Farbgenetik voraus. Da ein Züchter mehr Tiere hält als ein gewöhnlicher Halter, braucht er Erfahrungen in der Erkennung von Krankheiten, da solche dann auch vermehrt auftreten. Die immer wiederkehrenden Vergesellschaftungen erfordern Erfahrung in der nicht ganz einfachen Zusammengewöhnung der Tiere. Eine umfassende Kenntnis der Vererbung und der üblichen Zuchtpraktiken ist nötig, um gezielt auf sein Zuchtziel hinarbeiten zu können. Und natürlich braucht es auch ein breites Wissen über die Haltung dieser Tiere, damit die Abnehmer optimal beraten werden können!
2. Merkpunkte
Einige Dinge sollte man sich überlegen, bevor man beginnt zu züchten:
- Zeit: Eine Zucht, auch die eines kleinen Tieres wie die Rennmaus, braucht eine Menge Zeit für das tägliche Füttern, das Saubermachen, das Kontrollieren der Tiere, das Beraten von Abnehmern und Hilfesuchenden und für das Verkaufen der Jungtiere. Ein Züchter sollte immer dazulernen, und so sollte er auch Zeit haben, sich mit anderen Züchtern auszutauschen. Auch habe ich bemerkt, dass die Staubbildung erhöht wird, sobald mehrere Käfige vorhanden sind. Somit erhöht sich auch der Aufwand für die Reinigung der Räume (Abstauben, Staubsaugen).
- Geld: Auch finanzielle Mittel sollten vorhanden sein, um Becken (Aquarien, Käfige, etc.), Ausstattung, Futter, Einstreu usw. zu kaufen, und vorallem, umd gegebenenfalls mit den Tieren zum Tierarzt zu gehen. Der Tierarzt, vor allem wenn es gleich mehrere Tiere betrifft, kann ziemlich teuer werden.
- Platz: Die ganzen Becken brauchen jede Menge Platz, man sollte sich also zuerst überlegen, wo denn überall Platz ist um ein Becken zu platzieren.
- Erfahrung: Es sollten auch eine gewisse Rennmaus-Erfahrung da sein, man sollte sich also nicht als Ersttiere gleich ein Pärchen anschaffen. Denn man kennt sich mit dem Sozalverhalten, Krankheiten, usw. noch zu wenig aus, um eine optimale Grundlage für eine seriöse Zucht zu schaffen.
- Abnehmer: Man muss sich überlegen, wie und wo man die jungen Rennmäuse abgibt. Das beste ist natürlich, man kann die Babys in private Hände abgeben, wo man weiss wo sie hinkommen, und den Abnehmer auch persönlich kennenlernen kann. Damit man aber an solche herankommt, muss man sich irgendwie bekannt machen. Das kann via Internet (Kleininserate, Homepage), via Zeitschrift-/Zeitungsinserate, Aushängen, Visitenkarten in Zoofachgeschäften auflegen, etc. geschehen. Oder man gibt die Tiere direkt in die Zoohandlung. Da sollte man aber kritisch eine seriöse Zoohandlung aussuchen, und diese dann anfragen, ob und wie oft sie Jungtiere abnehmen würde.