Krankheiten
Diese Seite soll nicht dazu da sein, über Krankheiten allgemein zu informieren, dieses Thema wird in jedem Rennmausbuch behandelt und ist auf zahlreichen Internetseiten zu finden (siehe "Links"). An dieser Stelle möchte ich ein paar Krankheiten behandeln, die meine Rennmäuse schon durchgemacht haben und z.T. auch ein wenig exotisch sind.
1. Zahnprobleme
Diese Problematik tritt bei Rennmäuse nicht mal so selten auf, aber trotzdem wird in kaum einem Buch etwas darüber geschrieben.
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Anzeichen: Frisst nicht oder sehr langsam, magert ab trotz reichlicher Futtergabe
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Vorgehen: Man sollte in diesem Fall versuchen, die Rennmaus vorsichtig auf den Rücken zu drehen,
so dass sie nicht zappeln kann, und die Zähne prüfen. Sind diese abgebrochen, schräg oder zu lange?
Zu lange Zähne müssen vom Tierarzt gekürzt werden, damit die Rennmaus wieder richtig fressen kann
und die langen Zähne die Lippe nicht verletzen. Abgebrochene Zähne wachsen nach, es kann aber vorkommen,
dass in dieser Zeit die entgegengesetzten Zähne zu lang werden, da sie sich nicht mehr gegenseitig abnützen können.
Schräge Zähne können oft gar nicht behandelt werden, sondern müssen einfach gut beobachtet werden. Manchmal kommen sie von alleine wieder gerade,
aber es gibt auch Fälle, wo sie das Leben lang schräg wachsen. Auch in diesem Fall können sie sich meist nicht richtig abnutzen,
dadurch wachsen sie zu lange. Man kann sich dann vom Tierarzt zeigen lassen, wie man die Zähne schneidet,
und wenn man es sich zutraut, dies ca. alle 4 Wochen selber tun.
Kann das Tier eine zeitlang nicht mehr richtig fressen, sollte man z.B. Babybrei zufüttern.
Man kann versuchen diesen in einem Schälchen zu füttern, wird er nicht angenommen,
kann man ihn mittels einer Einwegspritze aus der Apotheke (ohne Nadel) direkt ins Mäulchen geben.
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Ursache: Zahnprobleme können verschiedene Ursachen haben. Wichtig ist eine mineralstoffreiche Ernährung (Kalzium),
damit die Zähne richtig wachsen können. Abgebrochene Zähne können durch zu übermütiges Herumtoben entstehen.
Oft werden dann die entgegengesetzten Zähne zu lange, da die gegenseitige Abnützung nicht mehr vorhanden ist.
Schiefe Zähne können durch einen Aufprall entstehen, aber in vielen Fällen ist es auch eine vererbte Anlage.
Mit solchen Tieren sollte aus diesem Grund nicht gezüchtet werden.
2. Geburtsprobleme
Das kann natürlich nur hochträchtige Weibchen betreffen, die um den Geburtstermin sind.
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Anzeichen: apathisch, lustlos, aufgeplustert, kneift Augen zu (Schmerzen)
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Vorgehen: Ein Laie kann bei Geburtsproblemen überhaupt nichts machen.
Daher - sofort ab zum Tierarzt. Der Tierarzt kann die Ursache des Problems besser einschätzen.
Er kann dem Weibchen bei Bedarf mit Gleitmittel und Stärkungsspritzen helfen.
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eigener Fall: Samira, ein Siam-Weibchen, war kurz vor der Geburt. Man konnte sehen, dass es ihr nicht gerade gut ging,
sie hatte Wehen und sass aphatisch in einer Ecke (siehe Foto). Ich wartete noch eine Weile ab,
dann rief ich am Abend den Tierarzt an, der gerade Notdienst hatte und ging mit ihr hin.
Er untersuchte sie zuerst und meinte, wahrscheinlich sei das eine Babys zu gross. Er gab ihr Gleitmittel und eine Glucosespritze (Traubenzucker).
Er behielt sie dann da über Nacht und rief mich am Morgen an, sie habe noch immernicht gebären können.
Man musste einen Kaiserschnitt machen, und die zwei schon toten Babys rausholen.
Die Gebärmutter war gerissen durch die zu grossen Babys, darum konnte sie nicht gebären.
3. Hornhautverletzung am Auge
Entzündete Augen können auch durch Erkältung und/oder Bindehautentzündung hervorgerufen werden (Rennmausbuch), hier gehe ich aber nur auf die Hornhautverletzung ein.
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Anzeichen: rotes Sekret ums Auge, trübe Bindehaut, Auge schwillt an, auffallend ist, dass davon meist nur ein Auge betroffen ist
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Vorgehen: Das Auge kann nicht von selber wieder abschwellen, es muss tierärztliche Hilfe zugezogen werden.
Dieser kann das Auge untersuchen und entsprechende Salben/Medikamente mitgeben.
Verletzungen am Auge brauchen eine lange Genesungszeit, meist dauert darum die Behandlung mind. eine Woche.
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Ursachen: Das Auge kann durch Streu oder andere Rennmäuse verletzt werden. Spitze Gegenstände sollte man im Aqua/Käfig vermeiden,
damit sich die Tiere nicht verletzen können.